Rügen in Bildern


Direkt zum Seiteninhalt

Historisches

Fotogalerien

_______________________________________________________________________________________

Frühgeschichte


Schon in der
Steinzeit wurde die Insel nachweislich besiedelt. Hier ist man sich noch nicht ganz einig, ob die fisch- und wildreichen Fanggebiete nur nomadisch besucht wurden. Ergiebige Fundgebiete zeugen heute, an Hand der gefundenen Feuerstein-, Knochen- und Geweihgeräte, von einer spezialisierten Besiedlungsschicht und geben Einblick in den
Lebensalltag in jener Zeit.
Zeitgeschichtlich sind diese Epochen aufsteigend in das Mesolithikum und Neolithikum einzuordnen. Eine regionale,
spätmesolithische Besiedlungsepoche, ist die sogenannte Lietzow-Kultur. Sie wird in den wissenschaftlichen Studien in die Ertebölle-Zeit, 5100 v. Chr. - 4100 v. Chr., eingeordnet. Im gesamten Inselbereich finden sich weitere, ähnliche Fundareale, die aufgrund des gestiegenen Wasserspiegels heutzutage überspült sind.

Die markantesten Zeugnisse aus der Frühgeschichte sind die zahlreichen Hügel- und Großsteingräber (Hünengräber). Es handelt sich hierbei um Bestattungsplätze aus der Stein- und Bronzezeit.
Friedrich von Hagenow zeichnete 1829 ca 230 dieser Anlagen in seine "Spezial-Carte der Insel Rügen" ein. Sie ist sehr detailliert und gilt als die schönste historische Karte von Rügen. Die slawischen Bestattungsplätze sind an der Vielzahl kleinerer Erdkuppen auf einer Fläche zu erkennen.
Der kleine Ort Ralswiek war einer der bedeutendsten Seehandelsplätze im slawischen Ostseeraum. Er ist das prägnanteste Beispiel für Handelsbeziehungen und Bestattungssitte auf Rügen. Am südlichen Ortsrand erstreckt sich ein riesiges Gräberfeld, bestehend aus ca. 450 Grabanlagen. Im Rahmen der großräumigen Erforschung der Hauptsiedlung zwischen 1972 bis 1989 wurden auch 80 Prozent der Gräber wissenschaftlich ausgegraben. Sie waren im skandinavischen und mitteleuropäischen Stil angelegt.

In jüngster Zeit konnten neue Nachweise für rege Handelsbeziehungen mit Skandinavien entdeckt werden. Speziell auf Wittow, sind durch ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger völlig unbekannte Fundareale festgestellt worden, die reichhaltiges wikingisches wie auch völkerwanderungszeitliches Material enthielten. Schon im 19. Jahrhundert konnten zahlreiche Schatzfunde sichergestellt werden. Den wohl schönsten Goldschatzfund im Ostseeraum stellt der
Hiddenseeschatz dar. Er wurde von einer Sturmflut im Ufersaum freigelegt. Eine Kopie wie auch andere archäologische Funde kann man im Kulturhistorischen Museum Stralsund besichtigen.
Eine Hauptgruppe bilden die wunderschönen und filigranen Feuersteingräte aus der Steinzeit. Selbst zur Bronzezeit
wurden aus dem Naturprodukt Flint, Waffen und Alltagsgegenstände hergestellt, da die Beschaffung metallischer Materialen sehr aufwändig war.

Weitere Zeitzeugen der Inselgeschichte sind die uralten Ortskerne, mittelalterlichen Ursprunges. Die älteste, urkundlich erwähnte Stadt ist Garz. Im Ortszentrum befindet sich einer der best erhaltenen slawischen Burgwälle Rügens.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü